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Zukunft des Aquatolls hängt in der Luft

Die Zukunft des Freizeitbades „Aquatoll“ in Neckarsulm hängt in der Luft. Momentan werden drei Handlungsoptionen diskutiert. In einer Klausurtagung hat der Gemeinderat drei Varianten ausgewählt, über die das Gremium am 17. Mai in öffentlicher Sitzung abschließend entscheiden wird. Dann beschließt der Gemeinderat, ob sich das Aquatoll mit einem Angebotsschwerpunkt im Bereich Fitness und Gesundheit neu positioniert oder womöglich teilweise oder ganz abgebrochen wird. Das Aquatoll Sportbad und das Ernst-Freyer-Freibad im Stadtteil Obereisesheim werden in unveränderter Form weiter betrieben.

Unabhängig von der endgültigen Entscheidung ist der Weiterbetrieb des Erlebnisbades und der Sauna in jedem Fall von dem Stichtag am 17. Mai an für die Dauer von mindestens zwei Jahren gesichert. Über diese vom Gemeinderat beschlossene Zusage wurden die Beschäftigten des Aquatoll heute (30.01.) in einer kurzfristig anberaumten Mitarbeiterversammlung informiert.

Das Aquatoll weist nach 27 Betriebsjahren dringenden Sanierungsbedarf auf. Darüber hinaus müsste das Erlebnisbad attraktiviert werden, um sich im verschärften Wettbewerb behaupten zu können. Das hohe jährliche Defizit zu Lasten des städtischen Haushalts verursacht zusätzlichen Handlungsdruck. Vor diesem Hintergrund sehen zwei der drei verbleibenden Handlungsoptionen den Neubau eines Fitnessbereichs vor, um das Aquatoll mit einem veränderten Profil konzeptionell weiterzuentwickeln.

Variante eins ist die weitgehendste Handlungsoption für den Kompletterhalt. Sie beinhaltet den Neubau des Fitnessbereichs, die Sanierung des Erlebnisbades mitsamt Umkleiden sowie die Sanierung und Attraktivierung des Saunabereichs. Auf der entgegengesetzten Seite des Handlungsspektrums sieht die zweite Variante den Komplettrückbau vor: die Schließung des Aquatoll und den Abbruch von Erlebnisbad und Sauna.

Die dritte Variante schlägt vor, nur das Erlebnisbad abzubrechen, die Sauna zu sanieren und zu erweitern sowie einen Fitnessbereich als neues Angebot hinzuzufügen. Bei der Klausur des Gemeinderates erhielt diese Handlungsoption in einem ersten Stimmungstest den meisten Zuspruch.

Für den Fall, dass im Zuge der Sanierung beziehungsweise Attraktivierung des Aquatoll ein Fitness-Center gebaut wird, hat die Unternehmensführung der Schwarz Gruppe (Kaufland, Lidl) finanzielle Unterstützung zugesagt. Ein Fitness-Center stünde als öffentlicher Bereich allen Bürgern, Besuchern und auch den Beschäftigten anderer Unternehmen zur Verfügung. Die Mitarbeiter der Schwarz Gruppe könnten dieses Fitness-Angebot, das durch das angeschlossene Aquatoll Sportbad hochwertig ergänzt wird, im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements nutzen. „Die Konzeptidee, das Aquatoll mit einem Gesundheits- und Fitness-Profil neu aufzustellen, stößt insgesamt auf eine sehr positive Resonanz“, stellt Oberbürgermeister Steffen Hertwig fest. „Mit der zugesagten Unterstützung der Schwarz Gruppe kann es gelingen, das Aquatoll am Markt neu zu positionieren.“

Die verbleibenden Handlungsoptionen werden jetzt in den Gemeinderatsfraktionen weiter diskutiert und in der Gemeinderatssitzung am 1. März erneut nicht-öffentlich vorberaten. In einer öffentlichen Einwohnerinformationsversammlung im April stellt die Verwaltung die drei Varianten im Detail und mit Kostenberechnungen vor. In der Sitzung am 17. Mai trifft der Gemeinderat dann die endgültige Entscheidung über die Zukunft des Aquatoll. (snp)

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